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Die besten Brotsorten zum Abnehmen: Vollkorn, Roggen & Co.

Chaghaf Team
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Die besten Brotsorten zum Abnehmen: Welche Brote sind wirklich geeignet?

Brot muss bei einer Diät nicht grundsätzlich vom Speiseplan verschwinden. Entscheidend sind vielmehr die Brotsorte, die Zutaten, die Portionsgröße und die gesamte Ernährung. Besonders Brote aus Vollkorn können eine gute Wahl sein, weil sie mehr Ballaststoffe liefern und länger sättigen als viele Produkte aus Weißmehl. [1]

Doch nicht jedes dunkle oder körnerreiche Brot ist automatisch ein Vollkornbrot. Auch Begriffe wie „Mehrkorn“, „Körnerbrot“ oder „Fitnessbrot“ sagen allein noch wenig über die tatsächliche Zusammensetzung aus.

Welches Brot ist beim Abnehmen die beste Wahl?

Eine einzelne Brotsorte lässt sich nicht pauschal als „bestes Diätbrot“ bezeichnen. Für die Gewichtskontrolle ist vor allem ein Brot sinnvoll, das reich an Ballaststoffen ist, gut sättigt und zur persönlichen Kalorienmenge passt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt bei Getreideprodukten grundsätzlich die Vollkornvariante. Vollkornprodukte enthalten mehr Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe als viele Produkte aus Weißmehl und können länger sättigen. [1]

Besonders interessant sind daher:

  • Vollkornbrot
  • Roggenvollkornbrot
  • Vollkornbrot mit ganzen Körnern
  • Vollkornbrot aus Hafer oder Gerste
  • ballaststoffreiche Mischbrote mit hohem Vollkornanteil

1. Vollkornbrot

Vollkornbrot gehört zu den sinnvollsten Brotvarianten für eine ausgewogene Ernährung. Bei Vollkorn werden die Randschichten und der Keim des Getreidekorns mitverarbeitet. Dadurch bleiben mehr Ballaststoffe und weitere Nährstoffe erhalten. [1]

Ballaststoffe können dazu beitragen, dass eine Mahlzeit länger sättigt. Das kann insbesondere bei einer Ernährung zur Gewichtsabnahme hilfreich sein, weil Hunger zwischen den Mahlzeiten reduziert werden kann. [1] [6]

Darüber hinaus weisen Untersuchungen darauf hin, dass eine höhere Aufnahme von Vollkornprodukten mit günstigen Effekten auf verschiedene Stoffwechselparameter verbunden sein kann. Bei Menschen mit Diabetes wurden in einer Meta-Analyse randomisierter Studien unter anderem Verbesserungen der Nüchternglukose und des HbA1c beobachtet, wobei die Studien unterschiedlich waren und die Ergebnisse nicht für jedes Vollkornprodukt gleichermaßen gelten. [3]

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Die Farbe des Brotes ist kein zuverlässiges Kriterium. Ein dunkles Brot kann beispielsweise durch Zutaten oder Färbung dunkler erscheinen, ohne einen hohen Vollkornanteil zu besitzen.

In Deutschland ist die Bezeichnung „Vollkornbrot“ geschützt. Laut DGE müssen bei Vollkornbrot beziehungsweise Vollkornbrötchen mindestens 90 % des verwendeten Getreides aus Vollkornmehl oder Vollkornschrot bestehen. [1]

2. Roggenbrot

Roggenbrot kann ebenfalls eine gute Wahl sein, insbesondere wenn es einen hohen Anteil an Vollkorn oder ganzen Roggenkörnern enthält.

Roggenvollkornprodukte liefern Ballaststoffe und können je nach Verarbeitung einen vergleichsweise niedrigen glykämischen Index aufweisen. Die DGE weist darauf hin, dass Vollkornprodukte mit einem hohen Anteil an ganzen Körnern – beispielsweise Roggenganzkornbrot – einen niedrigeren glykämischen Index haben können als Produkte aus stärker vermahlenem Getreide. [5]

Das bedeutet allerdings nicht, dass Roggenbrot automatisch kalorienarm ist. Auch bei einer Diät sollte die verzehrte Menge berücksichtigt werden.

3. Vollkornbrot mit Hafer oder Gerste

Auch Vollkornprodukte aus Hafer oder Gerste können interessant sein. Laut DGE weisen Vollkornprodukte aus Hafer oder Gerste einen niedrigeren glykämischen Index auf als vergleichbare Weizenvollkornprodukte. [5]

Hafer und Gerste enthalten zudem lösliche Ballaststoffe. Insgesamt ist jedoch nicht allein die Getreideart entscheidend, sondern auch die Verarbeitung und die Zusammensetzung des fertigen Brotes.

4. Leinsamen- und Saatenbrot

Brote mit Leinsamen, Sonnenblumenkernen oder anderen Samen können zusätzliche Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren liefern. Sie können deshalb Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein.

Allerdings gilt hier ein wichtiger Punkt: „Mit vielen Körnern“ bedeutet nicht automatisch „kalorienarm“. Samen und Nüsse sind nährstoffreich, enthalten aber aufgrund ihres Fettgehalts auch relativ viel Energie.

Wer abnehmen möchte, sollte deshalb nicht nur auf die Zutatenliste, sondern auch auf die Portionsgröße und den Energiegehalt achten.

5. „Dunkles“ oder braunes Brot

Ein häufiges Missverständnis besteht darin, dass dunkles Brot automatisch gesünder oder besser zum Abnehmen geeignet sei.

Das stimmt nicht unbedingt. Die Farbe allein sagt wenig über den Vollkornanteil aus. Entscheidend sind die Zutaten und die Kennzeichnung.

Wer gezielt ein ballaststoffreiches Brot sucht, sollte deshalb nicht einfach das dunkelste Brot im Regal auswählen, sondern auf die Bezeichnung „Vollkorn“ und die Zutatenliste achten. [1]

6. Glutenfreies Brot

Glutenfreies Brot ist nicht automatisch besser zum Abnehmen. Für Menschen mit Zöliakie ist eine strikt glutenfreie Ernährung medizinisch notwendig. Für Menschen ohne Zöliakie bietet der Verzicht auf Gluten dagegen keinen grundsätzlichen Vorteil für die Gewichtsabnahme.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung betont, dass Menschen mit Zöliakie dauerhaft vollständig auf glutenhaltige Lebensmittel verzichten müssen. Gleichzeitig kann auch eine glutenfreie Ernährung ausgewogen gestaltet werden. [4]

Bei glutenfreiem Brot lohnt sich deshalb ebenfalls ein Blick auf die Zutatenliste und den Ballaststoffgehalt.

Ist Brot beim Abnehmen erlaubt?

Ja. Brot kann problemlos Bestandteil einer Ernährung zur Gewichtsabnahme sein. Entscheidend ist nicht ein einzelnes Lebensmittel, sondern die Energiebilanz und die Qualität der gesamten Ernährung.

Vollkornbrot kann dabei besonders praktisch sein, weil es mehr Ballaststoffe liefert und stärker sättigen kann als viele Weißmehlprodukte. [1] [6]

Wer beispielsweise zwei große Scheiben Brot mit sehr kalorienreichen Belägen kombiniert, kann trotzdem eine sehr energiereiche Mahlzeit erhalten. Deshalb sollte nicht nur das Brot, sondern die komplette Mahlzeit betrachtet werden.

Welches Brot ist bei Diabetes sinnvoll?

Für Menschen mit Diabetes kann die Wahl eines ballaststoffreichen Vollkornbrotes besonders interessant sein. Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse randomisierter Studien fand bei einer höheren Vollkornaufnahme Verbesserungen bestimmter Parameter der Blutzuckerkontrolle. [3]

Auch eine größere Übersichtsarbeit zur Ballaststoffzufuhr kam zu dem Ergebnis, dass eine höhere Ballaststoffaufnahme mit Verbesserungen unter anderem bei HbA1c, Nüchternglukose und Körpergewicht verbunden sein kann. [2]

Das bedeutet jedoch nicht, dass Vollkornbrot den Blutzucker „neutralisiert“. Brot enthält weiterhin Kohlenhydrate. Bei Diabetes sollten deshalb Portion, Brotsorte und der individuelle Blutzuckerverlauf berücksichtigt werden.

So erkennst du ein gutes Brot zum Abnehmen

Beim Einkauf helfen einige einfache Kriterien:

  • Auf „Vollkorn“ achten: Die Bezeichnung ist aussagekräftiger als die Farbe des Brotes.
  • Zutatenliste prüfen: Vollkornmehl oder Vollkornschrot sollte weit vorne stehen.
  • Ballaststoffgehalt vergleichen: Ein höherer Gehalt kann für die Sättigung vorteilhaft sein.
  • Zusatz von Zucker beachten: Manche Brote enthalten überraschend viel zugesetzten Zucker.
  • Portion im Blick behalten: Auch ein hochwertiges Vollkornbrot liefert Energie.
  • Auf die gesamte Mahlzeit achten: Belag und Beilagen können die Kalorienmenge deutlich verändern.

Wie viel Brot kann man beim Abnehmen essen?

Eine allgemeingültige Menge gibt es nicht. Der persönliche Bedarf hängt unter anderem von Körpergröße, Gewicht, Aktivität, Alter und dem restlichen Speiseplan ab.

Statt Brot vollständig zu verbieten, kann es sinnvoller sein, eine passende Portion auszuwählen und sie mit proteinreichen und ballaststoffreichen Lebensmitteln zu kombinieren.

Ein Beispiel wäre Vollkornbrot mit Quark, Hüttenkäse, Ei oder einer anderen geeigneten Proteinquelle sowie Gemüse. Dadurch entsteht eine sättigendere Mahlzeit, als wenn Brot hauptsächlich mit sehr energiereichen Aufstrichen kombiniert wird.

Kann Vollkornbrot beim Abnehmen helfen?

Vollkornbrot ist kein spezielles Abnehmprodukt und sorgt nicht automatisch für Gewichtsverlust. Es kann jedoch eine sinnvolle Alternative zu stark raffinierten Brotprodukten sein.

Der Vorteil liegt vor allem in der höheren Ballaststoff- und Nährstoffdichte. Ballaststoffe können die Sättigung unterstützen, und eine ballaststoffreichere Ernährung wurde in Studien mit günstigen Veränderungen von Körpergewicht und Stoffwechselparametern in Verbindung gebracht. [2]

Für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme bleibt jedoch entscheidend, dass die Ernährung insgesamt zum individuellen Energiebedarf passt.

Was ist besser: Weißbrot oder Vollkornbrot?

Für die tägliche Ernährung ist Vollkornbrot in der Regel die bessere Wahl. Weißbrot wird aus stärker ausgemahlenem Getreide hergestellt, bei dem Teile des Korns und damit auch ein Teil der Ballaststoffe und Nährstoffe entfernt werden.

Vollkornprodukte enthalten dagegen mehr Ballaststoffe und sättigen länger. Die DGE empfiehlt deshalb, bei Getreideprodukten bevorzugt Vollkornvarianten zu wählen. [1]

Fazit: Welches Brot eignet sich am besten zum Abnehmen?

Wer abnehmen möchte, muss nicht auf Brot verzichten. Vollkornbrot, insbesondere Brot mit einem hohen Anteil an Vollkorn und ganzen Körnern, ist meist die sinnvollste Wahl. Auch Roggenvollkornbrot sowie Vollkornprodukte aus Hafer oder Gerste können eine gute Ergänzung sein.

Entscheidend ist jedoch nicht allein der Name des Brotes. Achte auf den tatsächlichen Vollkornanteil, den Ballaststoffgehalt, zugesetzten Zucker und vor allem auf die Portionsgröße.

Die wichtigste Regel lautet daher: Nicht „Brot macht dick“, sondern die gesamte Ernährung entscheidet. Ein hochwertiges Vollkornbrot kann problemlos Teil einer ausgewogenen Ernährung und eines langfristig erfolgreichen Abnehmplans sein.

Quellen [+]

[1] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Vollkorn ist die beste Wahl sowie Empfehlungen zu Vollkornprodukten. https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/vollkorn/

[2] Reynolds et al.: Dietary fibre and whole grains in diabetes management: Systematic review and meta-analyses, PLOS Medicine. PubMed

[3] Zhang et al.: Role of Whole Grain Consumption in Glycaemic Control of Diabetic Patients: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. PubMed

[4] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Essen und Trinken bei Zöliakie. https://www.dge.de/presse/meldungen/2024/essen-und-trinken-bei-zoeliakie/

[5] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): FAQ Ballaststoffe. https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/faq/ausgewaehlte-fragen-und-antworten-zu-ballaststoffen/

[6] NHS: Starchy foods and carbohydrates – Informationen zu Vollkornprodukten, Ballaststoffen und Sättigung. NHS

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