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Keuchhusten: Symptome, Komplikationen, Diagnose und Behandlung

Chaghaf Team
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Keuchhusten: Symptome, Komplikationen, Diagnose und Behandlung

Husten und seine möglichen Ursachen

Husten ist eine Reaktion des Körpers, mit der Schleim oder äußere Reizstoffe aus den Atemwegen entfernt werden. Verschiedene Erkrankungen können dazu führen, dass sich die Schleimschicht in den Bronchien bildet oder verstärkt. Dazu gehören bakterielle und virale Infektionen sowie Erkrankungen mit erhöhter Schleimproduktion wie Asthma.

Wie stark der Husten ist und wie lange er anhält, hängt vor allem von seiner Ursache ab. Hält er weniger als drei Wochen an, wird er als akuter Husten bezeichnet. Von chronischem Husten spricht man, wenn er länger als acht Wochen besteht. Eine besondere Form ist der Keuchhusten.

Was ist Keuchhusten?

Keuchhusten, auch als „Husten der hundert Tage“ bezeichnet, wird durch das Bakterium Bordetella pertussis verursacht. Der Name geht auf das charakteristische Geräusch zurück, das während der Hustenanfälle an das Krähen eines Hahns erinnert.

Die Zahl der Erkrankungen ist heutzutage aufgrund der Impfungen, die in den ersten Lebensjahren verabreicht werden, deutlich zurückgegangen. Besonders häufig tritt Keuchhusten bei Kindern unter zehn Jahren sowie bei Jugendlichen mit Erkrankungen des Immunsystems auf. Die Infektion wird durch Tröpfchen übertragen, die beim Husten entstehen.

Symptome von Keuchhusten

Keuchhusten verläuft typischerweise in drei Hauptphasen. Zu den auffälligsten Merkmalen gehört ein Husten, der bis zu hundert Tage andauern kann.

Erste Krankheitsphase

In der ersten Woche treten zunächst eher leichte Beschwerden auf. Dazu gehören:

  • verstopfte Nase
  • trockener Husten
  • Atemnot
  • leichtes Fieber
  • laufende Nase
  • Halsschmerzen
  • Durchfall

Zweite Krankheitsphase

In der zweiten Phase kommt es zu starken Hustenanfällen. Diese können mehrere Minuten dauern und zwischen zehn und fünfzehn Mal täglich auftreten.

Während eines Hustenanfalls kann die durch die Entzündung verursachte Verengung der Atemwege das typische keuchende Geräusch hervorrufen. Es kann auch nach dem Ende des Hustenanfalls auftreten.

Der starke Husten kann die Sauerstoffmenge im Körper verringern, sodass sich das Gesicht eines Kindes bläulich verfärben kann. Nach den Hustenanfällen kann außerdem Erbrechen auftreten, insbesondere bei kleinen Kindern und Säuglingen. Bei Jugendlichen sind diese Beschwerden weniger ausgeprägt als bei Kindern.

Erholungsphase

Während der Genesungsphase nimmt die Zahl der Hustenanfälle ab. Diese Phase kann drei Monate oder länger dauern. Auch in dieser Zeit können noch starke Hustenanfälle auftreten, sie sind jedoch weniger ausgeprägt als während der zweiten Phase.

Mögliche Komplikationen

Kinder und Säuglinge entwickeln häufiger Komplikationen als Jugendliche und Erwachsene, die sich in vielen Fällen ohne Probleme erholen. Die Komplikationen können durch die Folgen des starken Hustens entstehen. Dazu gehören:

  • Blutergüsse oder Verletzungen der Atemwege
  • ein Bauchwandbruch durch den beim Husten entstehenden erhöhten Druck
  • Veränderungen an den Blutgefäßen der Haut oder im Weiß der Augen

Bei Säuglingen unter sechs Monaten können die Komplikationen schwerer verlaufen. Möglich sind:

  • Lungenentzündung
  • verlangsamte oder aussetzende Atmung
  • Austrocknung oder Gewichtsverlust aufgrund von Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme
  • Krampfanfälle
  • Hirnschäden

Da Komplikationen bei Säuglingen und kleinen Kindern häufiger auftreten und lebensbedrohlich sein können, wird empfohlen, sie im Krankenhaus zu behandeln und dort umfassend zu betreuen und zu überwachen.

Wie wird Keuchhusten diagnostiziert?

In den frühen Krankheitsstadien ist Keuchhusten schwer zu erkennen, da sich die Anzeichen und Beschwerden mit anderen Atemwegserkrankungen wie Erkältung, Grippe oder Bronchitis überschneiden.

Der Arzt kann deshalb die Beschwerden aus späteren Krankheitsphasen zusammen mit Laboruntersuchungen berücksichtigen. Zu den genannten Diagnosemöglichkeiten gehören:

  • Probe aus Nase oder Rachen: Dabei wird eine Flüssigkeitsprobe entnommen und an ein Labor geschickt, um das verursachende Bakterium zu bestimmen.
  • Blutuntersuchung: Eine Blutprobe kann unter anderem auf die Anzahl der weißen Blutkörperchen untersucht werden. Eine erhöhte Zahl kann auf eine Infektion oder Entzündung hindeuten, ist jedoch kein spezifischer Nachweis für Keuchhusten.
  • Röntgenaufnahme des Brustkorbs: Sie kann dabei helfen festzustellen, ob eine Entzündung oder Flüssigkeit in der Lunge vorhanden ist, was auf eine Entzündung der Atemwege hinweisen kann.

Behandlung von Keuchhusten

Die Behandlung basiert auf Antibiotika. Werden diese frühzeitig im Verlauf des Keuchhustens eingesetzt, können sie die Beschwerden und die Krankheitsdauer verringern.

Nach Angaben des Ausgangstextes bringen frei verkäufliche Hustenmittel, Hustenstiller oder schleimlösende Mittel keinen Nutzen.

Bei schweren Hustenanfällen, durch die der Betroffene nicht ausreichend Flüssigkeit aufnehmen kann und dadurch auszutrocknen droht, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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