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Stechen in der Brust: Ursachen, Behandlung und wann es gefährlich ist

Chaghaf Team
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Stechen in der Brust: Ursachen, Behandlung und wann es gefährlich ist

Ein plötzliches Stechen oder Ziehen in der Brust kann beunruhigend sein. Hinter solchen Beschwerden können vergleichsweise harmlose Ursachen wie eine Muskelreizung, Sodbrennen oder eine Atemwegsinfektion stecken. Brustschmerzen können jedoch auch auf Erkrankungen des Herzens oder der Lunge hinweisen. Deshalb sollte ein neu auftretender oder ungeklärter Brustschmerz nicht vorschnell selbst eingeordnet werden. [1]

Entscheidend sind unter anderem die Stärke und Dauer der Beschwerden, die genaue Stelle des Schmerzes, mögliche Auslöser sowie Begleitsymptome wie Atemnot, Schwindel, Übelkeit oder Herzklopfen. Ein stechender Schmerz allein reicht nicht aus, um die Ursache sicher festzustellen. [1] [2]

Was kann ein Stechen in der Brust verursachen?

Brustschmerzen können von verschiedenen Organen und Geweben ausgehen. Neben Herz und Lunge kommen unter anderem die Speiseröhre, die Muskeln und Rippen sowie Nerven als mögliche Auslöser infrage. Auch Angst und Panik können Brustbeschwerden verursachen. [1]

Zu den möglichen Ursachen gehören insbesondere:

  • Erkrankungen oder Entzündungen des Herzens
  • Erkrankungen der Lunge und Atemwege
  • Reflux und andere Beschwerden der Speiseröhre
  • Muskelverspannungen oder Verletzungen des Brustkorbs
  • Herzrhythmusstörungen
  • Angstzustände oder Panikattacken

Die Ursache lässt sich anhand des Schmerzcharakters allein nicht zuverlässig bestimmen. Auch ein kurzer, stechender Schmerz kann unterschiedliche Auslöser haben. [1]

Stechen in der Brust durch Atemwegserkrankungen

Erkältung und Bronchitis

Bei einer Erkältung oder Bronchitis können Husten und eine gereizte Atemwegsschleimhaut zu Beschwerden im Brustbereich führen. Bei einer akuten Bronchitis heilt die Erkrankung häufig ohne spezielle Behandlung wieder ab. Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und gegebenenfalls geeignete Schmerzmittel können die Beschwerden lindern. [3]

Antibiotika sind bei einer gewöhnlichen viralen Bronchitis nicht grundsätzlich sinnvoll. Sie kommen nur infrage, wenn eine entsprechende bakterielle Infektion oder eine andere medizinische Indikation festgestellt wird. [3]

Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung kann ebenfalls Schmerzen im Brustkorb verursachen. Typisch sind insbesondere Schmerzen, die beim Einatmen oder Husten stärker werden. Häufig kommen Husten, Fieber, Schüttelfrost und Atemnot hinzu. [4]

Die Behandlung richtet sich nach dem Erreger und dem Schweregrad. Bei einer bakteriellen Lungenentzündung können Antibiotika erforderlich sein, während bei bestimmten viralen oder Pilzinfektionen andere Medikamente eingesetzt werden. Schwere Verläufe müssen gegebenenfalls im Krankenhaus behandelt werden. [5]

Asthma

Asthma kann zu Atemnot, Husten und einem Engegefühl im Brustkorb führen. Bei einem Asthmaanfall können sich die Atemwege verengen, wodurch das Atmen erschwert wird. Die Behandlung richtet sich nach dem individuellen Krankheitsbild und umfasst häufig inhalative Medikamente zur Kontrolle der Entzündung und zur Erweiterung der Atemwege. [6]

Bei bekannten Asthmabeschwerden sollte die verordnete Therapie entsprechend dem persönlichen Behandlungsplan angewendet werden. Neue oder ungewöhnlich starke Brustschmerzen sollten dagegen nicht automatisch dem Asthma zugeschrieben werden.

Kann Sodbrennen ein Stechen in der Brust verursachen?

Ja. Ein Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre kann Schmerzen oder ein Brennen hinter dem Brustbein verursachen. Typisch sind außerdem saures Aufstoßen und ein unangenehmer Geschmack im Mund. Bei manchen Menschen treten auch Husten, Heiserkeit oder Schluckbeschwerden auf. [7]

Refluxbeschwerden können sich insbesondere nach dem Essen oder im Liegen bemerkbar machen. Bei nächtlichen Beschwerden kann es helfen, Mahlzeiten mit ausreichendem Abstand zum Schlafengehen einzunehmen. Auch eine Gewichtsabnahme kann bei Übergewicht die Beschwerden reduzieren. [8]

Bestimmte Lebensmittel und Getränke können Reflux bei einzelnen Menschen verstärken. Dazu gehören unter anderem fettreiche Speisen, scharf gewürzte Lebensmittel, Kaffee, Alkohol, Schokolade sowie bestimmte säurehaltige Lebensmittel. Die individuellen Auslöser können sich jedoch unterscheiden. [8]

Zur Behandlung können je nach Häufigkeit und Stärke der Beschwerden unter anderem Antazida, H2-Rezeptorblocker oder Protonenpumpenhemmer eingesetzt werden. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden sollte die Behandlung ärztlich abgeklärt werden. [9]

Herzrhythmusstörungen als mögliche Ursache

Herzrhythmusstörungen verändern die Geschwindigkeit oder den Rhythmus des Herzschlags. Manche Betroffene bemerken davon nichts, andere spüren Herzklopfen, Herzstolpern oder einen ungewöhnlich schnellen beziehungsweise unregelmäßigen Herzschlag. Zusätzlich können Brustschmerzen, Atemnot, Schwindel oder Schwäche auftreten. [10]

Die Behandlung hängt von der jeweiligen Rhythmusstörung und ihrem Risiko ab. Je nach Situation kommen Medikamente, elektrische Kardioversion, eine Katheterablation oder implantierbare Geräte wie Herzschrittmacher oder Defibrillatoren infrage. [11]

Brustschmerzen in Verbindung mit deutlichem Herzrasen, Atemnot, Schwindel oder einer Ohnmacht sollten medizinisch ernst genommen werden. Bei starken oder akuten Beschwerden ist eine sofortige medizinische Abklärung erforderlich. [10]

Stechen in der Brust durch Muskeln und Brustkorb

Nicht jeder Brustschmerz stammt von einem inneren Organ. Auch Muskeln, Rippen oder die Gelenke und Knorpel des Brustkorbs können Schmerzen verursachen. Eine solche Ursache kommt beispielsweise nach körperlicher Belastung, ungewohnten Bewegungen oder einer Verletzung infrage. [1]

Schmerzen der Brustwand können sich unter Umständen durch Bewegung oder Druck auf die betroffene Stelle verändern. Auch beim tiefen Einatmen können bestimmte Beschwerden stärker werden. Solche Merkmale können Hinweise auf eine muskuläre oder andere nicht-kardiale Ursache sein, schließen eine ernsthafte Erkrankung jedoch nicht zuverlässig aus. [1]

Kann Angst Bruststechen auslösen?

Angst und Panik können körperliche Beschwerden wie Herzklopfen, beschleunigte Atmung, Schwindel, Schwitzen und Schmerzen oder Druckgefühle in der Brust auslösen. [12]

Dennoch sollte ein erstmalig auftretender oder ungeklärter Brustschmerz nicht ohne medizinische Abklärung als psychisch bedingt angesehen werden. Herz- und Lungenerkrankungen können ähnliche Symptome verursachen. [1]

Wenn eine körperliche Ursache ausgeschlossen wurde und Angst tatsächlich eine Rolle spielt, können unter anderem Entspannungsverfahren, eine gezielte Behandlung der Angststörung und gegebenenfalls eine psychotherapeutische Unterstützung hilfreich sein.

Was hilft bei einem harmlosen Stechen in der Brust?

Die Behandlung richtet sich immer nach der Ursache. Bei einem durch eine unkomplizierte Atemwegsinfektion verursachten Beschwerdebild können Ruhe und ausreichend Flüssigkeit sinnvoll sein. Bei einer muskulären Ursache können Schonung und eine geeignete Schmerzbehandlung helfen. [3]

Wenn Reflux die Ursache ist, stehen dagegen Maßnahmen wie angepasste Essgewohnheiten und gegebenenfalls Medikamente zur Verfügung. Bei Herzrhythmusstörungen oder anderen Erkrankungen des Herzens ist eine gezielte medizinische Behandlung erforderlich. [8] [11]

Hausmittel sollten deshalb nicht dazu dienen, ungeklärte Brustschmerzen über längere Zeit selbst zu behandeln. Zunächst muss insbesondere bei neuen Beschwerden ausgeschlossen werden, dass eine ernsthafte Ursache vorliegt.

Wann ist Stechen in der Brust ein Notfall?

Bei plötzlichen, starken oder ungeklärten Brustschmerzen sollte sofort medizinische Hilfe angefordert werden. Das gilt besonders, wenn der Schmerz mehrere Minuten anhält oder von weiteren Beschwerden begleitet wird. [2]

Alarmzeichen sind insbesondere:

  • Atemnot oder erhebliche Schwierigkeiten beim Atmen
  • starker Druck, Enge oder Schmerzen in der Brust
  • Ausstrahlung der Beschwerden in Arm, Schulter, Rücken, Hals oder Kiefer
  • kalter Schweiß
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • starker Schwindel oder eine Ohnmacht
  • plötzlich auftretende ausgeprägte Schwäche
  • bläuliche oder auffällig blasse Haut

Solche Beschwerden können unter anderem bei einem Herzinfarkt oder einer anderen akuten Erkrankung von Herz oder Lunge auftreten. Bei entsprechenden Symptomen sollte nicht abgewartet werden. [2] [13]

Auch bei weniger dramatischen, aber neuen oder wiederkehrenden Brustschmerzen ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll, insbesondere wenn die Ursache unklar bleibt. [1]

Wie wird die Ursache von Brustschmerzen festgestellt?

Bei der Untersuchung sind zunächst die Beschreibung der Beschwerden und die Krankengeschichte wichtig. Ärztinnen und Ärzte fragen beispielsweise danach, wann der Schmerz begonnen hat, wie er sich anfühlt, wodurch er ausgelöst oder verstärkt wird und ob weitere Symptome auftreten. [14]

Je nach Verdacht können anschließend Untersuchungen wie ein Elektrokardiogramm (EKG), Blutuntersuchungen oder eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs eingesetzt werden. Welche Diagnostik notwendig ist, hängt vom individuellen Beschwerdebild ab. [14]

Bei akuten Brustschmerzen wird insbesondere geprüft, ob ein Herzinfarkt oder eine andere lebensbedrohliche Erkrankung des Herzens oder der Lunge vorliegt. [14]

Fazit: Bruststechen nicht vorschnell selbst behandeln

Ein Stechen in der Brust kann zahlreiche Ursachen haben. Atemwegsinfektionen, Reflux, Muskelbeschwerden, Herzrhythmusstörungen und Angst gehören zu den möglichen Auslösern. Gleichzeitig können Brustschmerzen ein Zeichen einer ernsten Erkrankung sein. [1]

Deshalb ist die Art des Schmerzes allein kein zuverlässiges Kriterium. Bei plötzlich auftretenden, starken oder ungeklärten Brustschmerzen sowie bei Atemnot, kaltem Schweiß, Schwindel, Ohnmacht oder einer Ausstrahlung in Arm, Rücken, Hals oder Kiefer sollte unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. [2] [13]

Ist eine harmlose Ursache festgestellt worden, richtet sich die Behandlung nach dem Auslöser. Entscheidend ist daher nicht, das Bruststechen möglichst schnell mit einem Hausmittel zu unterdrücken, sondern die Ursache richtig einzuordnen.

Quellen [+]

[1] Mayo Clinic: Chest Pain – Symptoms and Causes. Aktualisierte Fachinformation. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/chest-pain/symptoms-causes/syc-20370838

```

[2] Mayo Clinic: Chest Pain – First Aid. 22. April 2026. https://www.mayoclinic.org/first-aid/first-aid-chest-pain/basics/art-20056705

[3] NHS: Bronchitis. 18. August 2026. https://www.nhs.uk/conditions/bronchitis/

[4] National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI): Pneumonia – Symptoms. 24. März 2022. https://www.nhlbi.nih.gov/health/pneumonia/symptoms

[5] National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI): Pneumonia – Treatment. 24. März 2022. https://www.nhlbi.nih.gov/health/pneumonia/treatment

[6] National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI): Asthma – Treatment and Management. https://www.nhlbi.nih.gov/health/asthma/treatment

[7] National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK): Symptoms & Causes of GER & GERD. https://www.niddk.nih.gov/health-information/digestive-diseases/acid-reflux-ger-gerd-adults/symptoms-causes

[8] National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK): Eating, Diet, & Nutrition for GER & GERD. https://www.niddk.nih.gov/health-information/digestive-diseases/acid-reflux-ger-gerd-adults/eating-diet-nutrition

[9] National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK): Treatment for GER & GERD. https://www.niddk.nih.gov/health-information/digestive-diseases/acid-reflux-ger-gerd-adults/treatment

[10] National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI): Arrhythmias – Symptoms. 24. März 2022. https://www.nhlbi.nih.gov/health/arrhythmias/symptoms

[11] National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI): Arrhythmias – Treatment. 24. März 2022. https://www.nhlbi.nih.gov/health/arrhythmias/treatment

[12] Mayo Clinic: Panic attacks and panic disorder – Symptoms and causes. Aktualisierte Fachinformation. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/panic-attacks/symptoms-causes/syc-20376021

[13] Mayo Clinic: Heart attack symptoms – Know what's a medical emergency. 16. Juli 2026. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/heart-attack/in-depth/heart-attack-symptoms/art-20047744

[14] Mayo Clinic: Chest Pain – Diagnosis and Treatment. Aktualisierte Fachinformation. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/chest-pain/diagnosis-treatment/drc-20370842

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Stechen in der Brust: Ursachen, Behandlung und wann es gefährlich ist

Ein plötzliches Stechen oder Ziehen in der Brust kann beunruhigend sein. Hinter solchen Beschwerden können vergleichsweise harmlose Ursachen wie eine Muskelreizung, Sodbrennen oder eine Atemwegsinfektion stecken. Brustschmerzen können jedoch auch auf Erkrankungen des Herzens oder der Lunge hinweisen. Deshalb sollte ein neu auftretender oder ungeklärter Brustschmerz nicht vorschnell selbst eingeordnet werden. [1]

Entscheidend sind unter anderem die Stärke und Dauer der Beschwerden, die genaue Stelle des Schmerzes, mögliche Auslöser sowie Begleitsymptome wie Atemnot, Schwindel, Übelkeit oder Herzklopfen. Ein stechender Schmerz allein reicht nicht aus, um die Ursache sicher festzustellen. [1] [2]

Was kann ein Stechen in der Brust verursachen?

Brustschmerzen können von verschiedenen Organen und Geweben ausgehen. Neben Herz und Lunge kommen unter anderem die Speiseröhre, die Muskeln und Rippen sowie Nerven als mögliche Auslöser infrage. Auch Angst und Panik können Brustbeschwerden verursachen. [1]

Zu den möglichen Ursachen gehören insbesondere:

  • Erkrankungen oder Entzündungen des Herzens
  • Erkrankungen der Lunge und Atemwege
  • Reflux und andere Beschwerden der Speiseröhre
  • Muskelverspannungen oder Verletzungen des Brustkorbs
  • Herzrhythmusstörungen
  • Angstzustände oder Panikattacken

Die Ursache lässt sich anhand des Schmerzcharakters allein nicht zuverlässig bestimmen. Auch ein kurzer, stechender Schmerz kann unterschiedliche Auslöser haben. [1]

Stechen in der Brust durch Atemwegserkrankungen

Erkältung und Bronchitis

Bei einer Erkältung oder Bronchitis können Husten und eine gereizte Atemwegsschleimhaut zu Beschwerden im Brustbereich führen. Bei einer akuten Bronchitis heilt die Erkrankung häufig ohne spezielle Behandlung wieder ab. Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und gegebenenfalls geeignete Schmerzmittel können die Beschwerden lindern. [3]

Antibiotika sind bei einer gewöhnlichen viralen Bronchitis nicht grundsätzlich sinnvoll. Sie kommen nur infrage, wenn eine entsprechende bakterielle Infektion oder eine andere medizinische Indikation festgestellt wird. [3]

Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung kann ebenfalls Schmerzen im Brustkorb verursachen. Typisch sind insbesondere Schmerzen, die beim Einatmen oder Husten stärker werden. Häufig kommen Husten, Fieber, Schüttelfrost und Atemnot hinzu. [4]

Die Behandlung richtet sich nach dem Erreger und dem Schweregrad. Bei einer bakteriellen Lungenentzündung können Antibiotika erforderlich sein, während bei bestimmten viralen oder Pilzinfektionen andere Medikamente eingesetzt werden. Schwere Verläufe müssen gegebenenfalls im Krankenhaus behandelt werden. [5]

Asthma

Asthma kann zu Atemnot, Husten und einem Engegefühl im Brustkorb führen. Bei einem Asthmaanfall können sich die Atemwege verengen, wodurch das Atmen erschwert wird. Die Behandlung richtet sich nach dem individuellen Krankheitsbild und umfasst häufig inhalative Medikamente zur Kontrolle der Entzündung und zur Erweiterung der Atemwege. [6]

Bei bekannten Asthmabeschwerden sollte die verordnete Therapie entsprechend dem persönlichen Behandlungsplan angewendet werden. Neue oder ungewöhnlich starke Brustschmerzen sollten dagegen nicht automatisch dem Asthma zugeschrieben werden.

Kann Sodbrennen ein Stechen in der Brust verursachen?

Ja. Ein Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre kann Schmerzen oder ein Brennen hinter dem Brustbein verursachen. Typisch sind außerdem saures Aufstoßen und ein unangenehmer Geschmack im Mund. Bei manchen Menschen treten auch Husten, Heiserkeit oder Schluckbeschwerden auf. [7]

Refluxbeschwerden können sich insbesondere nach dem Essen oder im Liegen bemerkbar machen. Bei nächtlichen Beschwerden kann es helfen, Mahlzeiten mit ausreichendem Abstand zum Schlafengehen einzunehmen. Auch eine Gewichtsabnahme kann bei Übergewicht die Beschwerden reduzieren. [8]

Bestimmte Lebensmittel und Getränke können Reflux bei einzelnen Menschen verstärken. Dazu gehören unter anderem fettreiche Speisen, scharf gewürzte Lebensmittel, Kaffee, Alkohol, Schokolade sowie bestimmte säurehaltige Lebensmittel. Die individuellen Auslöser können sich jedoch unterscheiden. [8]

Zur Behandlung können je nach Häufigkeit und Stärke der Beschwerden unter anderem Antazida, H2-Rezeptorblocker oder Protonenpumpenhemmer eingesetzt werden. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden sollte die Behandlung ärztlich abgeklärt werden. [9]

Herzrhythmusstörungen als mögliche Ursache

Herzrhythmusstörungen verändern die Geschwindigkeit oder den Rhythmus des Herzschlags. Manche Betroffene bemerken davon nichts, andere spüren Herzklopfen, Herzstolpern oder einen ungewöhnlich schnellen beziehungsweise unregelmäßigen Herzschlag. Zusätzlich können Brustschmerzen, Atemnot, Schwindel oder Schwäche auftreten. [10]

Die Behandlung hängt von der jeweiligen Rhythmusstörung und ihrem Risiko ab. Je nach Situation kommen Medikamente, elektrische Kardioversion, eine Katheterablation oder implantierbare Geräte wie Herzschrittmacher oder Defibrillatoren infrage. [11]

Brustschmerzen in Verbindung mit deutlichem Herzrasen, Atemnot, Schwindel oder einer Ohnmacht sollten medizinisch ernst genommen werden. Bei starken oder akuten Beschwerden ist eine sofortige medizinische Abklärung erforderlich. [10]

Stechen in der Brust durch Muskeln und Brustkorb

Nicht jeder Brustschmerz stammt von einem inneren Organ. Auch Muskeln, Rippen oder die Gelenke und Knorpel des Brustkorbs können Schmerzen verursachen. Eine solche Ursache kommt beispielsweise nach körperlicher Belastung, ungewohnten Bewegungen oder einer Verletzung infrage. [1]

Schmerzen der Brustwand können sich unter Umständen durch Bewegung oder Druck auf die betroffene Stelle verändern. Auch beim tiefen Einatmen können bestimmte Beschwerden stärker werden. Solche Merkmale können Hinweise auf eine muskuläre oder andere nicht-kardiale Ursache sein, schließen eine ernsthafte Erkrankung jedoch nicht zuverlässig aus. [1]

Kann Angst Bruststechen auslösen?

Angst und Panik können körperliche Beschwerden wie Herzklopfen, beschleunigte Atmung, Schwindel, Schwitzen und Schmerzen oder Druckgefühle in der Brust auslösen. [12]

Dennoch sollte ein erstmalig auftretender oder ungeklärter Brustschmerz nicht ohne medizinische Abklärung als psychisch bedingt angesehen werden. Herz- und Lungenerkrankungen können ähnliche Symptome verursachen. [1]

Wenn eine körperliche Ursache ausgeschlossen wurde und Angst tatsächlich eine Rolle spielt, können unter anderem Entspannungsverfahren, eine gezielte Behandlung der Angststörung und gegebenenfalls eine psychotherapeutische Unterstützung hilfreich sein.

Was hilft bei einem harmlosen Stechen in der Brust?

Die Behandlung richtet sich immer nach der Ursache. Bei einem durch eine unkomplizierte Atemwegsinfektion verursachten Beschwerdebild können Ruhe und ausreichend Flüssigkeit sinnvoll sein. Bei einer muskulären Ursache können Schonung und eine geeignete Schmerzbehandlung helfen. [3]

Wenn Reflux die Ursache ist, stehen dagegen Maßnahmen wie angepasste Essgewohnheiten und gegebenenfalls Medikamente zur Verfügung. Bei Herzrhythmusstörungen oder anderen Erkrankungen des Herzens ist eine gezielte medizinische Behandlung erforderlich. [8] [11]

Hausmittel sollten deshalb nicht dazu dienen, ungeklärte Brustschmerzen über längere Zeit selbst zu behandeln. Zunächst muss insbesondere bei neuen Beschwerden ausgeschlossen werden, dass eine ernsthafte Ursache vorliegt.

Wann ist Stechen in der Brust ein Notfall?

Bei plötzlichen, starken oder ungeklärten Brustschmerzen sollte sofort medizinische Hilfe angefordert werden. Das gilt besonders, wenn der Schmerz mehrere Minuten anhält oder von weiteren Beschwerden begleitet wird. [2]

Alarmzeichen sind insbesondere:

  • Atemnot oder erhebliche Schwierigkeiten beim Atmen
  • starker Druck, Enge oder Schmerzen in der Brust
  • Ausstrahlung der Beschwerden in Arm, Schulter, Rücken, Hals oder Kiefer
  • kalter Schweiß
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • starker Schwindel oder eine Ohnmacht
  • plötzlich auftretende ausgeprägte Schwäche
  • bläuliche oder auffällig blasse Haut

Solche Beschwerden können unter anderem bei einem Herzinfarkt oder einer anderen akuten Erkrankung von Herz oder Lunge auftreten. Bei entsprechenden Symptomen sollte nicht abgewartet werden. [2] [13]

Auch bei weniger dramatischen, aber neuen oder wiederkehrenden Brustschmerzen ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll, insbesondere wenn die Ursache unklar bleibt. [1]

Wie wird die Ursache von Brustschmerzen festgestellt?

Bei der Untersuchung sind zunächst die Beschreibung der Beschwerden und die Krankengeschichte wichtig. Ärztinnen und Ärzte fragen beispielsweise danach, wann der Schmerz begonnen hat, wie er sich anfühlt, wodurch er ausgelöst oder verstärkt wird und ob weitere Symptome auftreten. [14]

Je nach Verdacht können anschließend Untersuchungen wie ein Elektrokardiogramm (EKG), Blutuntersuchungen oder eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs eingesetzt werden. Welche Diagnostik notwendig ist, hängt vom individuellen Beschwerdebild ab. [14]

Bei akuten Brustschmerzen wird insbesondere geprüft, ob ein Herzinfarkt oder eine andere lebensbedrohliche Erkrankung des Herzens oder der Lunge vorliegt. [14]

Fazit: Bruststechen nicht vorschnell selbst behandeln

Ein Stechen in der Brust kann zahlreiche Ursachen haben. Atemwegsinfektionen, Reflux, Muskelbeschwerden, Herzrhythmusstörungen und Angst gehören zu den möglichen Auslösern. Gleichzeitig können Brustschmerzen ein Zeichen einer ernsten Erkrankung sein. [1]

Deshalb ist die Art des Schmerzes allein kein zuverlässiges Kriterium. Bei plötzlich auftretenden, starken oder ungeklärten Brustschmerzen sowie bei Atemnot, kaltem Schweiß, Schwindel, Ohnmacht oder einer Ausstrahlung in Arm, Rücken, Hals oder Kiefer sollte unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. [2] [13]

Ist eine harmlose Ursache festgestellt worden, richtet sich die Behandlung nach dem Auslöser. Entscheidend ist daher nicht, das Bruststechen möglichst schnell mit einem Hausmittel zu unterdrücken, sondern die Ursache richtig einzuordnen.

Quellen [+]

[1] Mayo Clinic: Chest Pain – Symptoms and Causes. Aktualisierte Fachinformation. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/chest-pain/symptoms-causes/syc-20370838

[2] Mayo Clinic: Chest Pain – First Aid. 22. April 2026. https://www.mayoclinic.org/first-aid/first-aid-chest-pain/basics/art-20056705

[3] NHS: Bronchitis. 18. August 2026. https://www.nhs.uk/conditions/bronchitis/

[4] National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI): Pneumonia – Symptoms. 24. März 2022. https://www.nhlbi.nih.gov/health/pneumonia/symptoms

[5] National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI): Pneumonia – Treatment. 24. März 2022. https://www.nhlbi.nih.gov/health/pneumonia/treatment

[6] National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI): Asthma – Treatment and Management. https://www.nhlbi.nih.gov/health/asthma/treatment

[7] National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK): Symptoms & Causes of GER & GERD. https://www.niddk.nih.gov/health-information/digestive-diseases/acid-reflux-ger-gerd-adults/symptoms-causes

[8] National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK): Eating, Diet, & Nutrition for GER & GERD. https://www.niddk.nih.gov/health-information/digestive-diseases/acid-reflux-ger-gerd-adults/eating-diet-nutrition

[9] National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK): Treatment for GER & GERD. https://www.niddk.nih.gov/health-information/digestive-diseases/acid-reflux-ger-gerd-adults/treatment

[10] National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI): Arrhythmias – Symptoms. 24. März 2022. https://www.nhlbi.nih.gov/health/arrhythmias/symptoms

[11] National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI): Arrhythmias – Treatment. 24. März 2022. https://www.nhlbi.nih.gov/health/arrhythmias/treatment

[12] Mayo Clinic: Panic attacks and panic disorder – Symptoms and causes. Aktualisierte Fachinformation. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/panic-attacks/symptoms-causes/syc-20376021

[13] Mayo Clinic: Heart attack symptoms – Know what's a medical emergency. 16. Juli 2026. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/heart-attack/in-depth/heart-attack-symptoms/art-20047744

[14] Mayo Clinic: Chest Pain – Diagnosis and Treatment. Aktualisierte Fachinformation. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/chest-pain/diagnosis-treatment/drc-20370842

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