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Erkältung behandeln: Symptome lindern, Hausmittel und Medikamente

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Erkältung behandeln: Was hilft bei Schnupfen, Husten und Halsschmerzen?

Eine Erkältung gehört zu den häufigsten Infektionen der oberen Atemwege. Sie wird durch verschiedene Viren verursacht und beginnt meist schleichend mit Beschwerden wie Schnupfen, verstopfter Nase, Niesen, Halsschmerzen und Husten. Häufig kommen Müdigkeit, leichte Kopf- oder Gliederschmerzen und manchmal leichtes Fieber hinzu. [1] [2]

Eine spezielle Behandlung, die eine gewöhnliche Erkältung sofort beseitigt, gibt es nicht. In den meisten Fällen heilt die Infektion von selbst ab. Die Behandlung zielt deshalb vor allem darauf ab, die Beschwerden zu lindern und den Körper bei der Genesung zu unterstützen. [1]

Wie lange dauert eine Erkältung?

Die Beschwerden entwickeln sich häufig innerhalb von zwei bis drei Tagen nach der Ansteckung und erreichen in dieser Zeit oft ihren Höhepunkt. Die meisten Menschen erholen sich innerhalb von etwa einer Woche bis zehn Tagen. Einzelne Beschwerden, insbesondere Husten, können jedoch länger anhalten. [1] [2]

Auch wenn der Nasenschleim im Verlauf einer Erkältung dicker wird oder eine gelbliche beziehungsweise grünliche Farbe annimmt, bedeutet dies nicht automatisch, dass eine bakterielle Infektion vorliegt oder Antibiotika erforderlich sind. [1]

Was hilft bei einer Erkältung?

Da die gewöhnliche Erkältung durch Viren verursacht wird, steht die Linderung der Symptome im Vordergrund. Ausreichend Ruhe, Flüssigkeit und eine angemessene Behandlung einzelner Beschwerden können dabei helfen, die Erkrankung angenehmer zu überstehen. [1] [3]

Ausreichend Ruhe und Schlaf

Ruhe gehört zu den wichtigsten Maßnahmen bei einer Erkältung. Wer sich krank fühlt, sollte seinem Körper ausreichend Zeit zur Erholung geben und körperliche Belastungen reduzieren. [1]

Genügend trinken

Ausreichend Flüssigkeit kann dazu beitragen, eine Austrocknung zu vermeiden. Wasser, ungesüßter Tee und klare Brühe sind geeignete Möglichkeiten. Warme Getränke können außerdem einen gereizten Hals angenehm beruhigen. [1] [3]

Nasenspray mit Kochsalzlösung

Eine Kochsalzlösung als Nasenspray oder Nasentropfen kann die Nasenschleimhaut befeuchten und dabei helfen, Schleim zu lösen. Dadurch kann eine verstopfte Nase vorübergehend erleichtert werden. [1] [3]

Warme Getränke und Honig

Warme Getränke können bei Halsschmerzen als angenehm empfunden werden. Honig kann bei Erwachsenen und Kindern ab einem Jahr dazu beitragen, Husten zu lindern. Babys unter zwölf Monaten sollten keinen Honig erhalten, da das Risiko für Säuglingsbotulismus besteht. [1] [3]

Gurgeln mit Salzwasser

Bei Halsschmerzen kann das Gurgeln mit warmem Salzwasser die Beschwerden vorübergehend lindern. Diese Methode eignet sich jedoch nicht für kleine Kinder, die die Flüssigkeit möglicherweise nicht sicher ausspucken können. [3]

Feuchte Luft

Trockene Raumluft kann eine gereizte Nase und einen trockenen Hals zusätzlich belasten. Ein sauberer Luftbefeuchter oder eine andere geeignete Methode zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit kann bei manchen Menschen die Beschwerden lindern. Luftbefeuchter sollten regelmäßig gereinigt werden, damit sich keine Keime oder Schimmelpilze vermehren. [1] [3]

Welche Medikamente helfen bei einer Erkältung?

Medikamente können einzelne Beschwerden einer Erkältung lindern, beseitigen aber nicht die zugrunde liegende Virusinfektion. Welche Präparate geeignet sind, hängt unter anderem vom Alter, bestehenden Erkrankungen und anderen eingenommenen Medikamenten ab. [1]

Schmerz- und Fiebermittel

Bei Kopf- oder Gliederschmerzen und Fieber können geeignete rezeptfreie Schmerz- und Fiebermittel eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Paracetamol oder Ibuprofen. Die Dosierungsangaben der jeweiligen Packungsbeilage sollten beachtet werden. Bei bestehenden Erkrankungen oder regelmäßiger Einnahme anderer Medikamente ist eine Beratung durch Arzt oder Apotheke sinnvoll. [1] [3]

Abschwellende Nasensprays

Abschwellende Nasensprays können bei einer stark verstopften Nase kurzfristig Erleichterung verschaffen. Sie sollten jedoch nur entsprechend der Packungsbeilage und nicht über einen längeren Zeitraum angewendet werden, da eine zu lange Anwendung die Nasenbeschwerden verstärken kann. [3]

Für Menschen mit bestimmten Erkrankungen, beispielsweise Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, können abschwellende Mittel ungeeignet sein. Im Zweifel sollte vor der Anwendung ärztlicher oder pharmazeutischer Rat eingeholt werden.

Husten- und Erkältungsmittel

Rezeptfreie Husten- und Erkältungspräparate können bestimmte Symptome vorübergehend lindern. Sie sollten jedoch nicht unkritisch miteinander kombiniert werden, da mehrere Präparate denselben Wirkstoff enthalten können. Dadurch besteht das Risiko einer unbeabsichtigten Überdosierung. [3]

Besonders bei Kindern, Schwangeren, älteren Menschen oder Personen mit chronischen Erkrankungen sollte vor der Einnahme entsprechender Medikamente eine ärztliche oder pharmazeutische Beratung erfolgen.

Helfen Antibiotika bei einer Erkältung?

Nein, bei einer gewöhnlichen Erkältung helfen Antibiotika nicht. Die Erkältung wird durch Viren verursacht, während Antibiotika gegen Bakterien wirken. Eine unnötige Einnahme kann Nebenwirkungen verursachen und zur Entstehung antibiotikaresistenter Bakterien beitragen. [1] [4]

Nur wenn zusätzlich eine bakterielle Infektion festgestellt wird, kann eine Behandlung mit einem Antibiotikum medizinisch sinnvoll sein. Die Entscheidung darüber sollte von einer Ärztin oder einem Arzt getroffen werden.

Helfen Vitamin C, Knoblauch oder andere Hausmittel?

Viele Hausmittel werden traditionell gegen Erkältungen eingesetzt. Warme Getränke, Honig, ausreichend Flüssigkeit und Ruhe können vor allem dabei helfen, Beschwerden angenehmer zu machen. Sie beseitigen jedoch nicht die Erkältungsviren. [3]

Für Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin C gibt es keine ausreichenden Gründe, sie generell als Behandlung einer bereits bestehenden Erkältung zu empfehlen. Auch Produkte mit Echinacea oder Knoblauch haben keine eindeutig belegte Wirkung, mit der sich eine Erkältung zuverlässig verhindern oder deutlich schneller beseitigen lässt. [5]

Eine ausgewogene Ernährung bleibt dennoch wichtig. Wer ausreichend Nährstoffe aufnimmt, unterstützt die normale Funktion des Immunsystems, sollte aber nicht erwarten, dass ein einzelnes Lebensmittel eine Erkältung sofort beendet.

Erkältung oder Grippe – wo liegt der Unterschied?

Erkältung und Grippe können ähnliche Beschwerden verursachen, unterscheiden sich aber häufig in ihrem Verlauf. Eine Erkältung beginnt meist schrittweise und betrifft besonders Nase und Hals. Eine echte Grippe beginnt dagegen häufig deutlich plötzlich und kann mit ausgeprägter Müdigkeit, Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen einhergehen. [2] [6]

Auch COVID-19 kann anfangs ähnliche Beschwerden verursachen. Bei entsprechenden Symptomen und einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf kann deshalb eine Testung sinnvoll sein, da für COVID-19 und Grippe antivirale Behandlungen zur Verfügung stehen, die möglichst früh begonnen werden müssen. [1]

Wie kann man eine Erkältung vermeiden?

Da Erkältungsviren leicht übertragen werden können, spielen einfache Hygienemaßnahmen eine wichtige Rolle. Regelmäßiges Händewaschen, das Vermeiden unnötiger Berührungen von Augen, Nase und Mund sowie ein hygienischer Umgang mit Husten und Niesen können dazu beitragen, die Weiterverbreitung von Atemwegsviren zu reduzieren. [4]

  • Hände regelmäßig gründlich mit Wasser und Seife waschen.
  • Beim Husten oder Niesen in ein Taschentuch oder die Armbeuge husten beziehungsweise niesen.
  • Benutzte Taschentücher möglichst sofort entsorgen.
  • Enge Kontakte zu erkrankten Personen nach Möglichkeit reduzieren.
  • Bei eigener Erkrankung Rücksicht auf andere nehmen und bei Fieber oder deutlichem Krankheitsgefühl zu Hause bleiben.

Wann sollte man wegen einer Erkältung zum Arzt?

Eine gewöhnliche Erkältung benötigt normalerweise keine ärztliche Behandlung. Medizinische Abklärung ist jedoch sinnvoll, wenn die Beschwerden ungewöhnlich stark sind, sich verschlimmern oder nicht wie erwartet abklingen. [1] [2]

Ärztliche Hilfe sollte insbesondere gesucht werden bei:

  • Atemnot oder deutlich erschwerter Atmung
  • Brustschmerzen
  • anhaltendem oder sehr hohem Fieber
  • deutlicher Verschlechterung des Allgemeinzustands
  • Beschwerden, die länger als etwa zehn Tage ohne Besserung bestehen
  • Symptomen, die zunächst besser werden und anschließend wieder deutlich stärker zurückkehren
  • Verschlechterung einer bestehenden chronischen Erkrankung

Bei Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Verläufe von COVID-19 oder Grippe sollte bei entsprechenden Symptomen frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden, da eine antivirale Behandlung möglichst früh begonnen werden sollte. [1]

Fazit

Eine gewöhnliche Erkältung lässt sich nicht einfach mit einem Medikament heilen. In den meisten Fällen klingt sie von selbst ab. Ruhe, ausreichend Flüssigkeit, Kochsalz-Nasenspray, warme Getränke und gegebenenfalls geeignete Medikamente können jedoch dabei helfen, Beschwerden wie Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen zu lindern.

Antibiotika sind bei einer gewöhnlichen Erkältung nicht sinnvoll, da sie gegen die verursachenden Viren nicht wirken. Bei starken, ungewöhnlich lange anhaltenden oder sich verschlimmernden Beschwerden sollte dagegen ärztlich geklärt werden, ob eine andere Erkrankung oder eine Komplikation vorliegt. [1] [4]

Quellen [+]

[1] Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Manage Common Cold. 11. März 2026. https://www.cdc.gov/common-cold/treatment/index.html

[2] Mayo Clinic: Common cold – Symptoms and causes. Informationsseite. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/common-cold/symptoms-causes/syc-20351605

[3] Mayo Clinic: Common cold – Diagnosis and treatment. Informationsseite. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/common-cold/diagnosis-treatment/drc-20351611

[4] NHS: Common cold – Treatment, symptoms and prevention. Informationsseite. https://www.nhs.uk/conditions/common-cold/

[5] NHS: Common cold – Self-care and evidence on supplements. Informationsseite. https://www.nhs.uk/conditions/common-cold/

[6] Mayo Clinic: Common cold versus allergy and influenza-related symptoms. Informationsseite. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/common-cold/expert-answers/common-cold/faq-20057857

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